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Hilfe gesucht - Fahrer / Disponenten

Hilfe gesucht - Telefonannahme

Bei unserem Sommerfest im Juli 2017 haben wir unser 3-jähriges Bestehen feiern dürfen. Hier der dazugehörige Artikel der AZ vom 25.7.2017.

Bürgerbus in der Verbandsgemeinde Stromberg ist ein Erfolgsprojekt
Von Benjamin Hilger


Als vor fast drei Jahren, am 5. August 2014, das Projekt „Bürgerbus“ in der Verbandsgemeinde Stromberg startete war noch nicht daran zu denken, welch gewaltige Erfolgsgeschichte das Team des „Stromers“ bereits nach kurzer Zeit zu erzählen hat. Schon die Jahresbilanz fiel im August 2015 mehr als positiv aus. Mit 2060 Fahrgästen und 26 000 Kilometern zurückgelegter Strecke nach gerade einem Jahr wurde das neu geborene Ehrenamtsprojekt von Beginn an sehr gut angenommen (AZ berichtete).

Nun, rund zwei Jahre später, zeigt sich, dass die Resonanz auf das Angebot nicht nur ungebrochen ist, sondern die Nachfrage noch stieg. Denn auf 9698 Fahrten blickte das Bürgerbusteam beim jüngsten Teamtreffen anlässlich des nun anstehenden dritten Geburtstags. Beinahe 100 000 Kilometer haben Fahrer des Bürgerbusses dabei in dem vom Stromberger Autohaus Mecking gesponserten VW-Bus zurückgelegt, die Fahrten werden jeweils von den Disponenten angenommen und organisiert.                

Viele Fahrten zum Arzt oder Physiotherapeuten

Der größte Anteil der Ziele sind Arzt- und Physiotherapietermine, gefolgt von Einkäufen und Fahrten zu sozialen Einrichtungen, Verwaltungen, Banken oder privaten Besuchen innerhalb der Verbandsgemeinde Stromberg, weiß das Bürgerbusteam.

Auf das Geleistete ist das Team zurecht stolz. Derzeit besteht es aus 29 aktiven Disponenten und Fahrern, die mit ganzem Herzen bei der Sache sind und die Aufgabe ehrenamtlich, also ohne jede Entlohnung, durchführen. Sie freuen sich aber über die Unterhaltungen mit und zwischen den Fahrgästen.

Auch ein offenes Ohr für Probleme der Fahrgäste haben die Fahrer – manch Hilfestellung mit inbegriffen. Die Fahrgäste jedenfalls wissen den Rundumservice, den das ehrenamtliche Bürgerbusteam bietet, zu schätzen. Der Dank eines jeden ist der Beweis dafür.

Entscheidend für den schnellen und großen Erfolg des „Stromers“ war sicher „Oberstromer“ Manfred Klink, der von Beginn an die Fäden des Bürgerbusses in der Hand hatte. Fahrer, Disponenten, Fahrplangestaltung und Kommunikation organisierte Klink über zweieinhalb Jahre. Hierfür baute er unter anderem Datenbank auf, welche genau auf das Team des „Stromers“ zugeschnitten war und dem Disponenten damit ermöglichte, schon bei der telefonischen Anfrage der Fahrgäste eine optimale Fahrplansteuerung vorzunehmen. Nach dem plötzlichen und unerwarteten Tod von Manfred Klink im Februar dieses Jahres wurde die Federführung des Bürgerbusses auf mehrere Schultern verteilt, „damit wir unserer Erfolgsgeschichte für unsere Verbandsgemeinde Stromberg fortsetzen können“.

Am 24. August 2017 wurde der 10.000 Fahrgast gefahren

Seit drei Jahren transportieren Ehrenamtler ältere Bürger in Stromberg (von Norbert Krupp, Allgemeine Zeitung, 22.09.2017)

Henriette Jung aus Schöneberg staunt: Sie ist von Anfang an dabei – aber dass sie nun nach nur drei Jahren der 10 000. Fahrgast des Stromberger Bürgerbusses ist, hätte sie nie gedacht.

Einerseits ist dieses Jubiläum für das ehrenamtliche Stromer- team natürlich ein Grund zum Feiern. Andererseits stimmt es aber auch nachdenklich, dass so viele Mitbürger der Verbandsgemeinde auf den Bürger- bus angewiesen sind. Viele, meist ältere Mitbürger, sind nicht so mobil, dass sie die öf- fentlichen Busse mit ihren festen Haltestellen nutzen könnten. In Dörfern wie Schöneberg und Eckenroth oder dem Stromberger Schindeldorf kommt aber hinzu, dass es kaum Busverbindungen gibt – schon gar nicht nach Stromberg.

Bereit 2009 gab es einen Arbeitskreis der Verbandsgemeinde Stromberg, der sich mit dem Thema „Einrichtung eines Bürgerbusses“ beschäftigte. Eine Umsetzung des dort er- arbeiteten Konzeptes war aus finanziellen Gründen nicht möglich.

In der Folge starteten, unterstützt von der Akademie ländlicher Raum Rheinland-Pfalz, im Rahmen der Integrierten ländlichen Entwicklung in den Land- kreisen Bad Kreuznach und dem Rhein-Hunsrück-Kreis Workshops zur Einrichtung von Bürgerbussen. Ein solcher Workshop wurde auch Anfang des Jahres 2014 in Stromberg durchgeführt und die interessierten Ehrenamtler brachten sich ein. Mit dem Engagement des örtlichen Autohändlers Mecking, der sich bereit erklärte, die Beschaffung des Bürgerbusses zu sponsern, rückte das Projekt in greifbare Nähe. Der Verbandsgemeinderat Strom- berg stimmte der Einrichtung des Bürgerbusses in seiner Sitzung 2014 zu und übernimmt seither die Kosten der Unterhaltung.

Seit nunmehr drei Jahren sorgen Bürger und Bürgerinnen dafür, dass der Bürgerbus mit immer noch steigender Nachfrage kreuz und quer durch die VG rollt. Bürgermeisterin Anke Denker (SPD) dankte den Teammitgliedern für ihr Engagement. Ein Dankeschön ging auch an Hans-Georg Mecking für die Zurverfügungstellung des Fahrzeuges.

Doch bei aller Jubiläumsfreude: Langsam sind die etwa 20 Ehrenamtler, die den Bus am Laufen halten, an ihrer Kapazitätsgrenze angekommen. Besonders eine Verstärkung des Fahrerteams wäre wichtig, um die kostenlose Dienstleistung für alle Mitbürger dauerhaft aufrecht erhalten zu können. Aber vielleicht meldet sich ja jetzt der eine oder die andere? Wer das Bus-Team unterstützen will, kann sich melden unter Telefon 06724-933351

Blümchen für den 10 000. Fahrgast: Für Henriette Jung gab es einen bunten Strauß und gute Wünsche vom Stromerteam. Foto: Norbert Krupp